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Verhaltenskatalog

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Inhaltsverzeichnis

Elementarverhalten

Sozialverhalten

Signalverhalten

Index

Quellen


Einführung

Ich habe mich mit der Strukturierung sichtlich schwer getan und die obere Liste ist bei genauerer Betrachtung auch nicht ganz konsequent. Erkundungsverhalten oder Schmerz sind nicht notwendigerweise Sozialverhalten. Unter der Maßgabe aber, dass man sowohl ein konkretes Verhalten finden als auch sich grundsätzlich über bestimmte Abläufe informieren kann, ist obere Liste in dieser Form entstanden.
Ich habe mich bemüht, vorhandene Begriffe zu verwenden. Allerdings gibt es in der Verhaltensbiologie keinen Ausdruck "Elementarverhalten". Ich wollte grundlegende Vorgänge vom Sozialverhalten unterscheiden, dabei ist diese Wortneuschöpfung entstanden.
Dies betrifft auch Übersetzungen von einzelnen Verhaltensweisen, die überwiegend aus dem Englischen kommen. Ich werde an jeder Stelle auf diese Eigenübersetzungen hinweisen und sie kenntlich machen. Die englischen Begriffe werden stets aufgeführt, diese Seite soll aber auch ohne jegliche Englischkenntnisse lesbar sein (dies ist übrigens ein Grundsatz dieser "Homepage" und vor allem am Menü ersichtlich - zu "Link" ist mir leider kein griffiger deutscher Begriff eingefallen ;).

Die Verhaltensweisen werden immer in ihrem Kontext beschrieben. Insofern geht diese Darstellung weit über einen reinen Verhaltenskatalog (i.S.v.: Zusammenstellung und kurze Beschreibung abgrenzbarer Verhaltensweisen) hinaus.
Das führt zum einen zu viel Lesestoff, zum anderen aber auch zu doppelten Einordnungen, da einige Verhaltensweisen in unterschiedlichen Kontexten auftreten.

Bei aller Liebe zur Beobachtung und zum Detail, sei noch auf folgendes hingewiesen:

Selektive Wahrnehmung und von Blindheit geschlagen:
Die richtige Interpretation von Verhaltensweisen erfordert genaue Beobachtungsgabe und Erfahrung mit den Tieren. Ein Verhaltenskatalog kann den Blick dafür schärfen, worauf bei der Beobachtung besonders zu achten ist. Dennoch werden wir immer wieder ratlos vor unseren Tieren stehen, weil wir bestimmte Dinge nicht sehen wollen oder sehen können. Die Kommunikation in der Rattenwelt bleibt uns weitestgehend verborgen. Das betrifft vor allem die weite Welt der Gerüche resp. Duftstoffe. Insofern werden uns die Tiere manche Begründungen für ihr Verhalten schuldig bleiben.

Musterproblem:
Oft sind die Verhaltensweisen nicht "diskret" (abgrenzbar), wie ein Verhaltenskatalog dies suggeriert. Ernst und Spiel, Wohlfühlen und Ablehnung vermischen sich zu neuen Verhaltenskombinationen, die kein Katalog abdecken kann.

Ratten sind auch nur Menschen:
Verhalten ist nicht vorhersagbar oder läuft auf vorgeschriebenen Wegen ab, denn auch Ratten können die Absichten ihres Gegenübers oft nicht richtig einschätzen. Sie zeigen dann Unsicherheiten oder regelrecht ambivalentes Verhalten. So kann ein lieb gemeintes Putzen eines Partners im Streit enden oder umgekehrt.

Vermenschlichung:
Es gibt echte Verständigungsschwierigkeiten zwischen Mensch und Ratte. Gut gemeintes Streicheln kann von dem Tier als bedrohlich wahrgenommen werden. Das Schlecken der Ratte an unserem Finger wird sofort als Zuneigung gewertet.
Im ersten Fall steht - so es nicht erkannt wird - das Vertrauen auf dem Spiel, beim zweiten Fall versperren wir uns möglicherweise anderen und passenderen Ursachen.

Rattenkultur, 16.09.09

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