Selbstgebasteltes

Klorollen-Tetraeder

Pinienzapfen

Buddelkiste (Terrariensubstrat)

Futterzopf

Wasserbecken

Pongo Nageholz

Tolle Rolle

Ratzenfummelbrett

Paper Twist

Piñata

Futterturm

Labyrinth

 

Kaufprodukte

Dog Activity Poker Box

Cat Activity Turn Around

Doggy Brain Train Quadro

Drehscheibe

Federpuschel

Snackball

Flip Board

Bälle-Bad

 

Einführung

Dass auch Ratten beschäftigt und gefordert werden müssen, ist vielen Rattenhaltern nicht wirklich klar. Gerade Anfänger in der Rattenhaltung machen den Fehler, Auslauf ohne jegliche Beschäftigungsanreize anzubieten und wundern sich, weshalb die Tiere gelangweilt sind und/oder am Auslauf kaum Interesse zeigen. Dabei werden Einrichtungsgegenstände wie Hütten oder Röhren oft als Spielzeug oder Beschäftigung fehlgedeutet. Aber Stühle und Tische stellen für Menschen auch kein Spielzeug dar - sehr wohl aber eine notwendige Grundlage; eine Struktur, die uns hilft uns wohlzufühlen um dann zu arbeiten oder zu spielen.

Ebenso benötigen Ratten über die notwendigen Einrichtungsgegenstände hinaus sinnvolle und dauerhafte Beschäftigungsranreize. Dann sind die Tiere aktiver, neugieriger und aufgeschlossener. Und glückliche Tiere machen glückliche Halter :)

Die Notwendigkeit von Beschäftigungsanreizen lässt sich leicht verdeutlichen: bei den vom Menschen gehaltenen Tieren entfallen fast die gesamten Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Nahrungsbeschaffung und der Feindabwehr. Insgesamt vergrößert sich die "Frei"-Zeit also erheblich.

Wird diese nicht sinnvoll gefüllt, leiden die Tiere unter Langeweile, die sich letztenendes auch auf die körperliche und geistige Fitness und damit auf die Gesundheit auswirkt. Man wird den intelligenten Tieren nicht gerecht, wenn man sie lediglich aufbewahrt, sich jedoch nicht um ihre "geistigen" Bedürfnisse kümmert, die die intelligenten Nager fraglos haben.

Die Tiere entwickeln durch die Erfolgserlebnisse, die sie durch Beschäftigungsgegenstände erfahren, enormen Spaß. Dabei ziehen viele sogar das Futter zum Erarbeiten dem bequemen Futter aus der Schüssel vor. Und finden Ratten im Auslauf unverhofft Futterkörner, die sonst eher langweilig sind, werden sie nun mit Genuss verspeist (nachdem sie mit Freudensprüngen in Sicherheit gebracht wurden ;). Die Antriebs- und Belohnungssysteme funktionieren bei ihnen genauso wie bei uns.

Bei den hier vorgestellten Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten ist es nicht notwendig, mit besonderen Leckerlies zu arbeiten. Das normale Trockenfutter und Obst/Gemüse reicht völlig aus. Damit auch ältere Ratten nicht zu kurz kommen, sollte das Futter jedoch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen angeboten werden.

Es gibt auch Beschäftigungsmöglichkeiten ohne Futter. Hier macht man sich das Erkundungsverhalten und die natürliche Neugier der Ratten zu nutze. Entdecken sie neue Gegenstände in ihrem Revier, werden diese genauestens untersucht. Grund hierfür ist die von ihren wilden Verwandten geerbte Notwendigkeit, über alle möglichen Veränderungen im eigenen Revier genauestens informiert zu sein - gibt es neues Futter? Verändern sich Lauf- oder Fluchtwege? Gibt es Eindringlinge?
Neues bleibt allerdings nicht lange neu. Gegenstände wie Klettertürme oder Kistenverstecke können dann aber als Futterverstecke noch wertvolle Dienste leisten und die Tiere zur weiteren Nutzung (klettern, springen, balancieren) anregen.

Rattenkinder finden Beschäftigungs- oder Intelligenzspielzeug, bei dem sie viel tüfteln müssen, oft noch recht uninteressant. Futter als Anreiz steht noch nicht sehr weit oben auf ihrer Agenda. Viel lieber toben sie mit ihren Altersgenossen wild im Auslauf umher und balgen sich. Ausgeprägte Kampfspiele und Verfolgungsjagden über "Tische und Bänke" sind weit interessanter als ein Snackball. Mit Rattenkindern kann Mensch oft direkter und im ursprünglichen Sinne herrlich unsinnig spielen - "Fang die Hand" ist hier wohl das berühmteste Spiel, auf das sich sogar erwachsene Ratten gerne mal einlassen. Dennoch sollte man natürlich auch den Kids von Anfang an Beschäftigungsspiele anbieten.

Ich habe mir angewöhnt, den Auslauf jeden Abend zu "präparieren". I.d.R. verstecke ich im ganzen Zimmer Futterkörner und fülle 2-3 Beschäftigungsspiele auf. Die Tiere wissen das, warten schon aufgeregt und stürmen dann los, sobald sich die Käfigtür öffnet.