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Information
Buddelkiste (Terrariensubstrat)
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Der Klorollen-Tetraeder ist kostengünstig und extrem schnell zu
basteln. Der Anspruch für die Tiere ist niedrig. Sie durchschauen bzw. durchriechen das
Prinzip schnell und ebenso schnell haben sie den Tetraeder auch geöffnet.
Der Tetraeder eignet sich auch hervorragend als Futtererarbeitung im Käfig. Als Abwandlung
können selbstverständlich alle möglichen Rollen oder Kartons genutzt werden.
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: greifen, nagen
Anspruch/Geschick: im Prinzip leicht, fordert aber zum Teil etwas Geschick
Beschreibung: In den Wintermonaten haben die Pinienzapfen Saison, die man dann in
vielen Lebensmittelmärkten kaufen kann. Die Ratten müssen die Pinienkerne aus dem
geöffneten Zapfen lösen und dabei einiges an Geschick aufwenden. Während einige recht locker
sitzen, muss man bei anderen schon etwas fummeln. Erreichen die Tiere mit der Schnauze
die Kerne nicht direkt, müssen sie mit der Vorderhand versuchen, das Objekt der Begierde zu
greifen und zu sich zu ziehen. Ein Verhalten, was
nicht oft und nicht bei allen Tieren zu beobachten ist. Umso schöner, wenn man ihnen Gegenstände
bietet, wo sie diese Art der Problemlösung anwenden müssen.
Pinienkerne sind sehr fetthaltig, allerdings verbirgt sich hinter der dicken Schale auch ein
eher kleiner Kern. Bitte darauf achten, dass die Tiere nicht zuviel zu sich nehmen. Aber nach
dem Herausfischen kommt das Knacken des Kerns - man macht es ihnen also nicht zu leicht. Wenn
die Kerne herausgelöst sind, muss man den Zapfen nicht wegwerfern: er lässt sich hervorragend
mit anderen Körnern nachfüllen.
Hinweis: Der Pinienzapfen sollte zunächst gründlich abgewaschen werden, um Harzreste
so weit wie möglich zu entfernen. Er kann dann für wenige Sekunden in die Mikrowelle gegeben
werden (Hinweise auf der Packung beachten!), damit er sich öffnet.
Die Kerne sind von einem schwarzen, sehr feinen Pulver umgeben. Dieses Pulver ist ungiftig.
Es ist einfach ein "Trick" des Baumes, damit die Kerne leichter aus dem harzigen
klebrigen Zapfen rutschen und zu Boden fallen können.
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: graben, Fellpflege
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Eine mit Terrariensubstrat gefüllte Buddelkiste macht ebensoviel Dreck wie Spaß.
Hier unterscheiden sich Ratten nicht von Kindern. Ratten sind keine perfekten Tunnelbauer,
dafür sind sie von Mutter Natur nicht mit entsprechenden "Features" ausgestattet, allerdings
können sie durchaus gut buddeln und machen das auch wirklich gern.
Wenn man in dem Substrat noch kleine Leckereien versteckt, ist der Anreiz noch um einiges höher und
die Belohnung erhöht den Spaßfaktor. Danach steht eine umfangreiche Fellpflege auf dem Programm.
Man kann die Buddelkisten zwar auch mit anderem befüllen (zum Beispiel Papierfetzen oder Einstreu),
es ist für die Tiere jedoch eine schöne Abwechslung, mit verschiedenen Materialien konfrontiert
zu werden.
Hinweis: Normale Blumenerde ist nicht für Buddelkisten geeignet. Sie enthält
Dünger. Zudem ist die Qualität nicht für die Tierhaltung vorgesehen. Die Pilz- und Bakterienbelastung
kann sehr schädlich sein. Es empfiehlt sich, Terrariensubstrat aus Kokusnussfasern im Handel zu
kaufen. Es wird in Blöcken oder Ziegeln verkauft, die zunächst mit Wasser angefeuchtet werden müssen (siehe
Anleitung auf der Packung). Ein Ziegel ist sehr ergiebig, also nicht gleich eine ganze Palette kaufen.
Das Substrat muss dennoch täglich auf möglichen Schimmelbefall kontrolliert werden. Da die Tiere
dort auch ihr Geschäft verrichten, tausche ich die Buddelkistenfüllung nach nur wenigen Tagen komplett aus.
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen, nagen, nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Als ich nach Vorbild der Affenbeschäftigung das Pongo-Nageholz
bearbeitet habe, suchte ich nach einer Seite, auf der vielleicht weitere Beschäftigungsspiele für
Affen gezeigt werden, bei denen man sich etwas für die Ratten abschauen konnte.
Voila: ich fand die sehr schöne Seite des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie,
die die Affenanlage des Zoo Leipzig co-finanzierte:
Affenbeschäftigung im Pongoland.
Dort gibt es viele tolle Bastelideen zum Download. Der Futterzopf hat es mir (und meinen
Nasen) jedoch besonders angetan, weshalb ich ihn an dieser Stelle vorstellen will.
Für den Futterzopf nehme ich Butterbrotpapier von einer Rolle, schneide Streifen zu und rolle daraus eine mit Körnern gefüllte Wurst. Je drei Stränge werden miteinander verflochten und anschließend mit einer Mehl-Wasser-Mischung haltbarer verklebt. Der Zopf muss dann 1,5 Tage trocknen und kann anschließend angeboten werden.
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: tasten, greifen, tauchen, Fellpflege
Anspruch/Geschick: für Mutige
Beschreibung: Sommer!Sonne!Badespaß! Im Hochsommer bietet sich nichts besser an
als ein Planschbecken im Auslauf. Die Bodenwanne eines Gitterkäfigs ist dafür sehr gut
geeignet. Bei maximal möglicher Füllhöhe können die Ratten zwar nicht unbedingt schwimmen, aber
zumindest mit dem Kopf unter Wasser tauchen. Das machen sie, um Gemüsestückchen vom Grund
aufzuheben. Man kann sie mit schwimmfähigem Gemüse wie Gurken in das Becken locken. Dort
stolpern sie dann fast automatisch über den Gemüsemais am Boden, den ich hier als Anreiz
empfehlen kann.
Ich gebe noch Kieselsteine in das Wasser. Sie müssen dann zusätzlich noch etwas suchen und
ggf. einige Steine beiseite räumen (bitte nur Kies verwenden - dabei handelt es
sich um Steine, die durch Fließgewässer rundgeschliffen wurden).
Hinweise: Das Wasser kann nur für einen Tag verwendet werden und muss für den nächsten Badespaß unbedingt ausgetauscht werden. Sommerhitze und Feuchtigkeit sind der Turbobrüter für Keime und eine hohe Keimbelastung stellt eine ernste Gesundheitsgefahr dar.
Bitte die Tiere auf keinen Fall in das Wasser setzen! Sie gehen von selbst rein oder eben nicht. Es gibt immer wieder Tiere, die Wasser allenfalls zum Trinken mögen, das ist völlig ok. Zwang dagegen nicht.
Um Erkältungen zu vermeiden, das Wasserbecken nur im Sommer bei hohen Umgebungstemperaturen aufstellen.
Tipp: Beobachtet die Tiere genau. Hier kann man gut sehen, wie wichtig der Geruchssinn bei unseren Ratten ist und wie sie sich verhalten, wenn er "ausfällt". Durch das Wasser können sie die Leckereien schlecht orten und sie tasten sich fast wie Blinde voran. Beim Tauchen helfen ihnen dann die Vibrissen beim Auffinden der Gemüsestücke.
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Teile des normalen Körnerfutters werden auf ein Stück Holz geklebt. Als Kleber dient ein Mehl/Wasser-Gemisch. Hierfür wird etwa 1 Teil Mehl mit einem Teil Wasser zu einem dickflüssigen Brei verrührt. Der Brei wird mit einem Pinsel auf das Holzstück aufgetragen und das Körnerfutter darüber gestreut.Das so präparierte Holzstück muss etwa 1,5 bis 2 Tage trocknen.
Als Holzgrundlage eignen sich vor allem Kaufprodukte, die auf diese Weise etwas aufgepeppt werden können (Blockhütten, Knabberhölzer, Futterbäume). Frischer Obstbaumschnitt (bitte vorher genau informieren, welches Holz genau für Ratten geeignet ist) benötigt eine derartige Behandlung nicht, weil der Bast - das lebende Gewebe unter der Borke - noch frisch ist und gerne gefressen wird. Gekaufte Nagehölzer sind dagegen doch eher fad.
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Auf etwa 10cm breite und 50cm lange Streifen aus Wellpappe werden Leckereien oder Körnerfutter gelegt. Die Streifen werden zusammengerollt und mit ungiftigem Kinderkleber fixiert.
Fertig ist der einfache aber beschäftigungsintensive Nagespaß.
(Bastelanleitung und Fotos von www.blacksuns-fellkugeln.de)
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: variieren, je nach verwendeten Bauteilen
Anspruch/Geschick: variiert
Beschreibung: In Anlehnung an die berühmten Katzen-Fummelbretter kommt nun das Ratzenfummelbrett! Auf einer großen Grundplatte werden alle möglichen Gegenstände zur Futtererarbeitung angebracht (ungiftiger Kinderbastelkleber oder Mehl/Wasser-Gemisch). So zum Beispiel die "Tolle Rolle" in verschiedenen Größen, Kisten zum Aufklappen, Röhren als Tunnel oder Töpfe - der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. In den Elementen werden dann Körner versteckt, die die Tiere finden und/oder sich erarbeiten müssen.
So ein Fummelbrett ist nicht nur für Ratten toll - es ist auch ein genial-schräges Wohn-Accessoire :D
(Bastelanleitung und Fotos von www.blacksuns-fellkugeln.de)
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Wenn man Sendungen wie Elefant, Tiger & Co aufmerksam schaut, kann man sich immer mal wieder Beschäftigungsideen für die Nasen abschauen. So ist es Blacksun ergangen und sie hat sich flux ans Werk gemacht, die Affenbeschäftigung "Paper Twist" ihren Rattlingers anzubieten. Im Rattentest äußerst erfolgreich, ist der Paper Twist eine etwas nageintensivere Variante des Futterzopfes.
Wie für den Futterzopf benötigt man Butterprotpapier, Trockenfutter und Mehl/Wasser-Kleber.
(Bastelanleitung und Fotos von www.blacksuns-fellkugeln.de)
Art: selbstgebastelt
Verhaltensweisen: nagen
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Piñatas sind eigentlich bunte selbstgebastelte Figuren aus Pappmaché, die mit
Süßigkeiten gefüllt werden. Vor allem in Mexico und Spanien ist es ein verbreitetes Spiel, bei
dem Kinder die aufgehängten Figuren aufschlagen müssen, um an die Süßigkeiten zu kommen.
In vereinfachter Form lässt sich das leicht selbst herstellen und die Ratten haben daran
ebenso ihren Spaß wie Menschenkinder. Man benötigt einen Mehl-Wasser-Kleber, Luftballons,
Schnüre, Gläser und natürlich Zeitungspapierstreifen.
Die Piñatas können im Käfig oder im Auslauf aufgehängt werden. Je stabiler die Aufhängung,
desto mehr müssen sich die Tiere anstrengen, um die Piñata zu öffnen.
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: schieben und drücken mit Nase oder Pfote, ziehen, heben
Anspruch/Geschick: hoher Anspruch, nicht für alle Tiere lösbar, sehr abwechslungsreich
Beschreibung: Die Dog Activity Poker Box besteht aus vier Modulen, die unterschiedlich
zu öffnen sind. Es muss eine Schublade herausgezogen werden, ein Deckel aufgeklappt, einer abgehoben und
einer zur Seite geschoben werden. Durch Löcher an der Oberseite sind die Leckerlies leicht
zu erschnüffelt. Die Module können versetzt und gedreht werden, damit die Tiere nicht immer den
gleichen Weg zum Öffnen nutzen.
Der Anspruch ist recht hoch und nicht alle Tiere werden alle Aufgaben lösen können. Üblicherweise
wird jedes Tier ein oder zwei "Lieblings-Module" haben, die es immer wieder aufsucht. Wenn ein Modul offen
ist, können sich allerdings auch die anderen bedienen. Hier ist es sehr interessant zu beobachten, ob sich unter den
Tieren "Öffner" und "Nutznießer" herausbilden.
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: aufrichten, Gegenstand drehen und festhalten
Anspruch/Geschick: leicht
Beschreibung: Bei dem Cat Activity Turn Around müssen Behälter gedreht werden,
um an das Futter zu gelangen. Es werden zwei unterschiedliche Deckel mit einem oder drei
Löchern mitgeliefert. Da dieses Gerät eigentlich für Katzen gedacht ist, wurde der Boden
mit Zapfen versehen, damit sie die herausfallenden Leckerlies heraus"pfoteln" oder "fummeln"
können. Die Zapfen müssen unbedingt mit einem Handtuch dick abgedeckt werden. Das Gerät sollte
auch nur unter Aufsicht angeboten werden. Bitte die Tiere davon abhalten, auf die Töpfchen zu
springen. Sie würden sich mit diesen in Rückenlage drehen und herunterfallen.
Die Behälter auf keinen Fall bis zum Rand mit Futter füllen. Sie würden
sich sonst mit zuviel Wucht drehen und möglicherweise schmerzhaft gegen Kopf oder Nase der
Tiere schlagen.
Wenn man diese Hinweise beachtet, ist der Turn Around ein sehr witziges und ungefährliches Gerät zur Futtererarbeitung. Der Anspruch ist allerdings nicht sehr hoch, die Tiere begreifen schnell das Prinzip und bedienen sich ohne Probleme aus den Töpfchen.
Tipp: Damit die Futterstücke nicht zu schnell und einfach herausfallen, können auch Brocken darunter gemischt werden, die größer als die Löcher sind. Dann entleeren sich die Behälter nicht so schnell und die Tiere müssen etwas mehr Geduld aufbringen.
Hinweis: Eine Leserin hat mich darauf aufmerksam gemacht (Danke an dieser Stelle nochmal :), dass es unter dem Namen Dog Activity Turn Around das gleiche Spiel auch für Hunde gibt mit dem Unterschied, dass die Bodenplatte keine Zapfen hat. Das ist natürlich ein enormer Vorteil. Möglicherweise sind die Abstände vom Boden bis zu den Bechern nun gerade für kleinere Rattenmädchen etwas zu groß. Über Erfahrungsberichte wäre ich dankbar :)
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: schubsen, schieben
Anspruch/Geschick: variiert
Beschreibung: Das Brett sieht übersichtlich aus, hat es aber in sich. Es besteht aus 4 zu verschiebenden Deckelchen (gelb) und 4 Töpfchen, die einfach umzuwerfen oder wegzudrücken sind. Der Clou: die Deckelchen lassen sich nur verschieben, wenn vorher die beiden seitlichen Töpfchen entfernt wurden. Das Spiel ist am leichtesten, wenn unter alle Töpfchen und Deckelchen Futter gelegt wird. Schwieriger kann man es gestalten, wenn nur unter den Schiebe-Deckeln Futter liegt. Viele Tiere erschnüffeln durch die kleinen Löcher, ob sich unter einer Abdeckung Futter befindet. Riechen sie nichts, wenden sie sich den anderen Teilen zu, die sie dann aber nicht verschieben können.
(von Dog-Intelligenz)
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: schubsen, schieben, ziehen
Anspruch/Geschick: hoch
Beschreibung: Das tolle an dem Brett ist die Drehscheibe. Die Tiere müssen die Scheibe soweit drehen, bis sich die Aussparung in der Scheibe über der Vertiefung im Brett befindet. Während zu Beginn die "Zufallsfunde" überwiegen (durch drüberlaufen und -rennen dreht sich die Scheibe auch) gibt es durchaus Experten, die das Prinzip durchschauen und mit der Pfote die Scheibe soweit drehen, bis sie an das Futter in der Vertiefung gelangen. Allerding haben nicht alle Ratten das Durchhaltevermögen, hinter das Prinzip zu kommen. Die Drehscheibe gehört mMn zu den anspruchsvolleren Beschäftigungsspielen, macht aber riesigen Spaß, wenn ein Tier sie ganz souverän nutzt.
Des weiteren befinden sich auf dem Brett noch Rundhölzer, die abgehoben oder weggeschoben
werden müssen. Die gesteckten Rundhölzer sind unfreiwillig anspruchsvoll, weil sie sich
leicht verkanten und nur gerade nach oben herausgezogen werden können. Die liegenden
Rundhölzer zum Schieben sind dagegen sehr einfach, aber so können sich auch Tiere beteiligen, denen die
Drehplatte zu schwierig ist.
Solche Beschäftigungsspiele sind dann wirklich gut, wenn sie verschiedene Schwierigkeitsstufen ermöglichen,
das ist hier eindeutig der Fall. Zusätzlich kann mit einem der Rundhölzer auch die Drehscheibe blockiert
werden. Gerade für Spezialisten, die nur die Scheibe beherrschen, stellt die vorherige Entfernung der
Blockierung eine zusätzliche Kopfnuss dar.
Ein wirklich tolles Brett, welches ich nicht mehr missen möchte. Man muss auch damit rechnen, dass keine Ratte
im Rudel das Prinzip der Drehscheibe versteht - dann muss man es sich für die nächsten Tiere aufheben.
(auch "Federwedel"; ein Katzenspielzeug)
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: jagen
Anspruch/Geschick: niedrig
Beschreibung:Die Federn am Ende eines Kunststoffstabes machen viele Ratten regelrecht verrückt und sie hetzen dem Spielzeug ohne Unterlass hinterher. Wer seine Ratten nur als vorsichtige Fluchttiere kennt, kann hier die unheimliche Metamorphose in einen gnadenlosen Jäger miterleben. Aus dem Grund sollte man übrigens immer mehrere Puschel vorrätig haben - die Lebensdauer ist begrenzt ;)
Für mich gehört der Federpuschel zur absoluten Spielzeug-Grundausstattung. Die meisten Ratten haben daran viel Spaß und dabei ist es eines der wenigen Spiele, die ohne Futter auskommen und bei dem Mensch und Ratte direkt interagieren können. Hoher Spaßfaktor!
Art: Kaufprodukt
Verhaltensweisen: schubsen, anschieben, Gegenstand drehen
Anspruch/Geschick: mittel bis hoch
Beschreibung: Noch ein Klassiker unter den rattigen Geduldsspielen. Hierbei handelt es sich um einen hohlen Kunststoffball mit einer größenverstellbaren Öffnung. Das Annagen des Balls ist nicht gefährlich. Als evolutionäre Nageprofis können Ratten mit einer Hautfalte ihre Mundhöhle so verschließen, dass keine abgenagten Teilchen verschluckt werden. Der Snackball darf aus hygienischen Gründen nicht mit Nassfutter befüllt werden - er lässt sich schlecht reinigen und das Nassfutter könnte innen haften bleiben.
Den Snackball kann man in zwei Schwierigkeitsstufen anbieten. Bei der leichten Variante werden nur kleine
Körner eingefüllt, die schon leicht herausrieseln, wenn der Ball nur unkoordiniert geschubst wird.
Bei der schwierigen Variante wird ein größerer Brocken (ich selbst nehme immer einen Joghurt-Drop) eingefüllt,
der nicht sofort aus dem Snackball herausfällt. Die Profi-Kugler unter den Ratten drehen die Öffnung des
Snackballs dann gezielt nach unten, weil sie gelernt haben, dass nur in dieser Stellung der leckere Drop
herausfällt. Das ist ganz großes Rattenkino!
Erfahrungsgemäß spielt nur der kleinere Teil der Ratten mit dem Snackball und manchmal hat man Rudel, unter denen es einfach garkeinen "Snackballer" gibt. Bei mir liegt er trotzdem immer im Auslauf - der nächste Rummenigge kommt immer irgendwann ;)